Konvent der Mecklenburgischen Theologie- und Gemeindepädagogikstudierenden

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Konvent der Mecklenburgischen Theologie- und Gemeindepädagogikstudierenden


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Wir kommen aus Mecklenburg und studieren an unterschiedlichen Orten Theologie oder Gemeindepädagogik. Weil wir vorhaben, irgendwann ein Amt in der mecklenburgischen Landeskirche zu übernehmen, treffen wir uns und arbeiten zusammen, auch um unsere Interessen gegenüber der Landeskirche zu vertreten. Und wenn für uns auch manches noch in den Sternen steht, gibt es so doch einen KoMeTh, der uns einmal im Jahr nach (Stift) Bethlehem zusammen führt.

Auf unserer Seite gibt es Informationen darüber, was wir so machen, Bilder von unseren Aktivitäten und landeskirchen-spezifische Tipps für das Studium.



Gedanken zum Frühjahr 2011
von Josephine Gottschalk

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.“ Röm12, 21

 Die diesjährige Losung hat es in sich. Die gewichtigen Worte des Verses machen mir ein schlechtes Gewissen und regen mich jedes Mal aufs Neue an, über mein Verhalten und das meiner Mitmenschen nachzudenken. Vielleicht geht es euch genauso. Denn der Vers fordert sehr viel von uns – an jedem Tag und in jeder Beziehung.

Das Böse, wie Paulus es meint, ist heute genauso aktuell wie damals in Korinth. Liest man die vorhergehenden Verse des Kapitels wird deutlich, wie das Böse zu verstehen ist. Das Böse ist Unzufriedenheit, Rachsucht, Egoismus, Neid und Missgunst.  Schon Kain hatte mit diesen Eigenschaften zu kämpfen und mir scheint, dass gerade in unserer Zeit viele Menschen diese Begriffe zu ihren Lebenseinstellungen gemacht haben. Die Gaben und Begabungen Anderer ärgern uns. Voller Neid denken wir: „Warum kann ich das nicht?“ oder „Warum habe ich nie so viel Glück?“. Immer höher, immer mehr scheinen wir zu wollen und bleiben dabei stets unzufrieden.  Um ein großes Ziel zu erreichen werden wir oft – bewusst oder unbewusst – gleichgültig und egoistisch.

Aber gerade als Christen müssen wir dagegen handeln – das Böse mit dem Guten überwinden: sich für Andere freuen, auf Schwächere achten und warten, verzeihen, gnädig sein und bereit einander zu helfen – auf diese Weise sollten wir leben.  Doch das ist leichter gesagt als getan. Deshalb beten wir auch: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ Mit Gottes Hilfe und Kraft und wenn wir nach seiner Botschaft leben, können wir es schaffen, das Böse mit dem Guten zu überwinden. Und dennoch wird es sicher schwer und vielleicht gelingen uns auch nur kleine Schritte. Aber auch diese können die Welt verändern.

 

 
Zwei Wölfe

Ein alter Indianer  saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden, das Feuer knackte, die Flammen züngelten zum Himmel.
Der Alte sagt nach einer Weile des Schweigens: „Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“

„Welcher der beiden wird den Kampf in deinem herzen gewinnen?“,  fragte der Junge.
Bedächtig antwortete der Alte: „Der, den ich füttere.“

 
Indianische Weisheit